Mittwoch, 29. November 2017

Rezension zu : Nur ein Wort: Seulement une parole von Christina Talberg





Preis: € 16,99 [D]
Print: gebunden
Seitenanzahl: 320
Altersempfehlung: ab 12
Meine Wertung: 4 EULEN
Will ich kaufen!











Wer zu lange in der Vergangenheit lebt, der verfügt über keinen offenen Blick auf die Welt, die vor einem liegt. Annas Blick auf diese Welt ist verschleiert, denn der Tod ihres Vaters hat Wunden hinterlassen, die erst zu Narben verheilen müssen.

Pedro jedoch flieht buchstäblich vor seiner Vergangenheit. Als katholischer Pfarrer eines Slums aus Kolumbien wird er wegen seines Einsatzes für soziale Gerechtigkeit politisch verfolgt. Die Wege beider Figuren kreuzen sich in Paris und lassen an diesem Scheideweg eine Liebe erblühen, die jedoch einigen Hindernissen ausgesetzt ist.
Das Keuschheitsgelübde verbietet Pfarrern wie Pedro, sich zu verlieben. Ist es überhaupt möglich, Menschen bestimmte Gefühle zu verwehren? Das ist eines der vielen Kuriositäten der modernen Gesellschaft, die im Roman aufgegriffen werden.

Lassen Sie sich vor allem von Annas humorvoller und kreativer Art, mit der sie die Welt nach ihren Vorstellungen beschreibt, die Laune erhellen. Lassen Sie sich beeindrucken von ihrem Ehrgeiz, die Welt zu verändern. Und begleiten Sie sie auf eine Reise, die sie immer weiter weg von der Vergangenheit führt, hinein in eine Zukunft, in der sie emanzipiert und mit offenem Blick die Liebe zu einem Mann ausleben kann.

Quelle : Amazon






In“ Nur ein Wort: Seulement une parole“ geht es um Anna, die die Männer nicht liebt, mit denen sie schläft und auch mit denen sie keinen ... hat. Auf der anderen Seite gibt es Pedro einen katholischen Slumpfarrer, der es nicht leicht hat. Er wird verfolgt, weil seine politischen Ideen in Kolumbien nicht gern gesehen wurden. Als er sich in Anna Verliebt hat er ein Problem....

Anna ist eine besondere junge Frau, die aus einer etwas anderen Familie kommt. Sie ist anders, denn sie liebt weder die Männer, mit denen sie schläft noch die, mit denen sie nicht intim wird.

Pedro ist ein katholischer Pfarrer, der aus den Slums von Kolumbien kommt und dort wegen seines Einsatzes für soziale Gerechtigkeit verfolgt wird. Kann er sein Leben irgendwann normal leben ohne Angst?

Der Schreibstil ist flüssig und führt den Leser langsam in die Geschichte. Es wird im Wechsel aus den Perspektiven von Anna und Petro erzählt. Der Leser kann so beide näher kennen lernen und ihre Gedanken und Gefühle erfahren während des Lesens. Die Kulisse der Stadt hat mich direkt neugierig gemacht und ich wollte mehr entdecken.

Die Spannung und Handlung zieht den Leser langsam in die Geschichte und man spürt, dass die Autorin einen besonderen Stil hat. Besonders die Liebesgeschichte wird hier sehr innig besprochen und man will unbedingt wissen wie es zwischen Petro und Anna ausgehen wird. Die Probleme mit der Katholischen Kirche habe ich am Rande wahrgenommen und hätte mir da ein wenig mehr gewünscht in wieweit das Ganze noch Ausmaße genommen hat.
Die Spannung war an manchen Stellen nicht ganz so flüssig für mich und mir haben ein paar Kleinigkeiten gefehlt. Das Ende hat mich am Schluss doch etwas berührt und das Buch für sich gut abgerundet.
Es ist auf jeden Fall nicht wie eine typische Liebesgeschichte, die nur äußerlich auf die Beziehung, der beiden eingeht, sondern man spürt, dass die Autorin hier sehr viel mithineingelegt hat.

Das Cover finde ich mit den Farben sehr gut gewählt und der Schriftzug passt zusammen mit dem restlichen Bild.






Mit“ Nur ein Wort: Seulement une parole“ gelingt der Autorin ein interessanter Roman, der mich zum Nachdenken angeregt hat und ich aber nicht in allen Punkten der Handlung mitgenommen wurde.



4 VON 5














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